Transfer vom Kap

Rooibos

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Schon seine goldrote Farbe ist verführerisch, erst recht sein vollmundig mild-süßer Geschmack mit Noten von Vanille und Karamell. Rooibos-Tee ist ein überaus aromatischer Genuss. Ob heiß oder kalt, zum Wärmen oder zur Erfrischung, als Punsch oder Cocktail: Rooibos schmeckt in allen Variationen! Er ist ein Alleskönner, der sogar im Küchenteam seinen Platz findet. Das Nationalgetränk der Südafrikaner ist als Fitmacher bei Sportlern angesagt und empfiehlt sich auch als Nervenstärkung für die Fans vor dem Bildschirm. Am Ende gibt's einen Videobeweis.

Zickig und wild

Rooibos entsteht aus den grünen nadelartigen Blättern des Rotbuschs, einer Buschweidenart, die optisch an Besenginster erinnert. Nur im milden Seeklima der Kap-Region fühlt sich diese besondere Buschweide wohl. So ist Südafrika trotz vieler Anbauversuche der einzige Produzent von Rooibos. Ist halt zickig, der Strauch. Am Kap wächst er wild, wird aber auch von Farmern angebaut. Bis aus dem Strauch dann Rooibostee wird, ist noch ein Menge Arbeit nötig. Einen kleinen Film zur Herstellung von Rooibos findet Ihr weiter unten.

 

© Rooibos Council

Gut aufgestellt

© Rooibos Council

In Südafrika gilt Rooibos als Universalheilmittel. Mit mehr als 200 gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe ist er gut aufgestellt. Er hat einen hohen Gehalt an Vitamin C, Eisen, Zink, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Fluorid sowie weiteren Mineralien und Spurenelementen, enthält auch Flavonoide (Antioxidantien) und Quercetin. In Südafrika wird er seit Jahrzehnten unter anderem erfolgreich bei Drei-Monats-Koliken von Säuglingen eingesetzt. Er kann aber auch bei Magen- und Darmbeschwerden, hohem Blutdruck, Schlaflosigkeit und Depression helfen, Allergien, Juckreiz, Heuschnupfen, Asthma und Rheuma lindern sowie entzündungshemmend, krampflösend und beruhigend wirken. Sein Inhaltsstoff Fluor hilft dabei, die Zähne vor Karies schützen – ideal für ein strahlendes Siegerlächeln. Und nicht zuletzt sagt man ihm eine beruhigende Wirkung auf das zentrale Nervensystem nach. 

Blitzschnell am Start

So anspruchsvoll der Tee beim Gedeihen ist - die Zubereitung ist ein Kinderspiel. Pro Tasse einen gehäuften Teelöffel im Teesieb oder einen Beutel Rooibos-Tee mit sprudelnd kochendem Wasser übergießen und 5 - 10 Minuten ziehen lassen. Die Ziehzeit beeinflusst die Intensität von Farbe und Geschmack -  "stärker" wird der Tee aber nicht, da er ja kein Koffein enthält. Und da er kaum Gerbstoffe hat, wird er auch nicht bitter. Man kann durchaus größere Mengen vorbereiten, denn Rooibostee lässt sich problemlos wieder erhitzen, ohne an Geschmack zu verlieren oder einen unangenehmen Beigeschmack zu entwickeln. Der Tee-Ansatz kann übrigens aufbewahrt werden, denn auch der zweite Aufguss schmeckt noch aromatisch. 

© Africa Studio / fotolia.com

Universal-Player

© Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee (WKF)

Rooibostee kann auf zahllose Arten und Weisen getrunken werden und ist in vielen Geschmacksrichtungen erhältlich. So findet sich für jeden Geschmack und jede Vorliebe der richtige Rooibos. Man genießt ihn lecker-mollig mit Milch oder Sahne oder fruchtig-frisch mit ein wenig Zitrone. Viele bereiten ihn auch mit aufgeschäumter (Soja)Milch und einem Hauch Vanille als Rooibos-Latte zu. Da Rooibos von Natur aus leicht süßlich schmeckt, kann man Zucker oder Honig Figur-freundlich sparsam einsetzen.

Eiskalt verwandelt

Rooibos schmeckt auch kalt. Eine aromatische Erfrischung ist der Tee, wenn man ihn gekühlt mit Apfel- oder Orangensaft mischt. Mit ein paar Eiswürfeln verwandelt sich aromatisierter Rooibos im Nu in einen erfrischenden Eistee. Für Sportler ist Rooibos eine Alternative zu teuren isotonischen Drinks, denn die bei Sport verloren gegangenen Salze werden durch die im Rooibos reichlich enthaltenen Mineralien schnell ersetzt. Auch in punkto Tea-Style-Cocktails und Longdrinks kommt der Alleskönner Rooibos ganz groß raus. Er lässt sich sehr gut mit Wodka, Brandy oder Rum kombinieren und passt bestens zu sahnigen, fruchtigen oder herb-bitteren Likören.

© Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee (WKF)

Im Küchenteam

© Rooibos for Life

Mit Rooibos kann man auch kochen. Er ist eine hervorragende Basis für Fleischmarinaden, denn seine Inhaltsstoffe machen Fleisch behutsam mürbe. Legt man Rinderbraten über Nacht in Rooibostee ein, wird er nicht nur ausgesprochen zart, sondern auch wunderbar rot und wohlschmeckend. Man kann Rooibos auch als Basis für Suppen, Eintöpfe und (Salat)Soßen sowie zum Aromatisieren und Färben von Kuchen, Keksen, Eiscreme, Sorbet, Mousse oder anderen Süßspeisen wie beispielsweise Crème brûlée verwenden. Mit etwas Orangensaft und Ingwer zu Konfitüre verarbeitet ist der fruchtige Rooibos ein echter Genuss.

Videobeweis: So entsteht Rooibostee